Facharzt für Mund,- Kiefer,- und Gesichtschirurgie
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Faltenbehandlung

Die Anwendung des Wirkstoffes Botulinum ist zu einem etablierten Standardverfahren in der Ästhetischen Medizin geworden. Eine vorübergehende Verbesserung des Aussehens von Falten der oberen Gesichtshälfte wird angestrebt. Diese wurde zuerst 1990 in der Literatur beschrieben.

Laut der DGPÄC (Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie) stellte 2021 die Botulinum-Behandlung mit 33,5% die am häufigsten durchgeführte Ästhetisch-Plastische Behandlung in Deutschland dar.

Statista spricht von 400.259 Botulinumtoxin-Behandlungen im Jahr 2020. In den USA wurden 2017 über 7,23 Mio. Behandlungen erfasst.

Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie:

Allgemein gelten Behandlungen mit den Botulinumtoxin-Präparaten als nebenwirkungsarm und in deren Indikationsspektrum sowie spezifischen Dosierungen im Anwendungsgebiet als sicher, welches sich nicht zuletzt aufgrund der Reversibilität erklären lässt. Es können wie bei jeder Injektion lokal Hämatome, Rötungen, Gefäßverschluss, Nekrose und Schwellungen an den Injektionspunkten auftreten.

Die intramuskulären oder subkutanen Injektionen können zudem mit geringen Schmerzen verbunden sein. Die in Studien (Glabella, Stirnfalten und Krähenfüße) am häufigsten beobachteten Nebenwirkung waren lokal injektionsbedingt, insbesondere Hämatome und Schwellungen, sowie Kopfschmerzen (>3%).

Zudem werden Nebenwirkungen als Folge der eigentlichen pharmakologischen Wirkung der Botulinumtoxin-Präparate beobachtet, indem es zu einer übermäßigen Entspannung der Zielmuskulatur oder zu einer unerwünschten Parese benachbarter Muskeln kommt.

Dies ist insbesondere abhängig von der Höhe der Dosierung, der Menge des Injektionsvolumens, der korrekten Auswahl der Injektionspunkte sowie der richtigen Injektionstechnik.

Die Häufigkeit dieser anwendungsbedingten Nebenwirkungen korreliert weitgehend mit der Erfahrung des Arztes. In diesem Zusammenhang können besonders bei Behandlungen der Stirn unerwünschte Nebenwirkungen in Form einer Augenbrauenptosis auftreten (0,8-3,4%).

Toxische Nebenwirkungen der BTX-A-Präparate sind auf Grund der sehr hohen therapeutischen Breite nicht zu erwarten. Allerdings existieren aktuell für den Menschen keine LD50-Werte. Die letale Dosis für Menschen wird auf Grund von Versuchen an Affen auf etwa 60 Ampullen (Markenname) geschlossen.

Im Rahmen von neurologischen Behandlungen werden Dosierungen bis zu 1500 MU (Markenname) sehr gut vertragen.

Wesentliche Kontraindikationen:

Die Indikationsstellung sollte durch einen Arzt erfolgen, um Kontraindikationen im Einzelfall auszuschließen.

Ablauf des Eingriffes:

  1. Beratungsgespräch / Patientenaufklärung / Indikationsstellung / Ausschluss von Kontraindikationen / Fotodokumentation des Ausgangsbefundes / Schriftliche Einwilligung des Patienten / 24 Std. Bedenkzeit
  2. Eingriff
  3. Kontrolle / Verlaufsdokumentation

Wirkungseintritt und Wirkungsdauer:

Die erste Wirkung tritt bereits 12-48 Stunden nach der Behandlung auf, der maximale Effekt ist in der Regel nach 3-10 Tagen zu erwarten, die Wirkungsdauer beträgt 3-5 Monate.

Quelle und Zitate:

S1-Leitlinie 013-077 Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie

Literatur: [150-154]

150. Jia Z, Lu H, Yang X, Jin X, Wu R, Zhao J, Chen L, Qi Z. Adverse events of botulinum toxin type A in facial rejuvenation: a systemic review and meta-analysis. Aesth Plast Surg 2016; 40: 769-777. 151. de Almeida, Carruthers J, Cox SE, Goldman MP, Wheeler S, Callagher CJ. Patient satisfaction and safety with aesthetic onabotulinumtoxinA after at last 5 years: a retrospective cross-sectional analysis of 4402 glabellar treatments. Dermatol Surg 2015; 41: S19-S28. 152. Coleman WP 3rd, Sattler G, Weissenberger P, et al. Safety of incobotulinumtoxinA in the treatment of facial lines: results from a pooled analysis of randomized, prospective, controlled clinical studies. Dermatol Surg 2017; 43 Suppl 3: S293-S303. 153. Cohen JL, Scuderi N. Safety and patient satisfaction of AbobotulinumtoxinA for aesthetic use: a systemic review. Aesthet Surg J 2017; 37(S1): S32-S44. 154. Alam M, Kakar R, Nodzenski, Ibrahim, O, Disphanurat W, Bolotin D, Borovichka J, Pace N, Alster TS, Arndt KA, Beer KR, Berlin JM, Bernstein LJ et al. Multicenter prospective cohort study of the incidence of adverse events associated with cosmetic dermatologic procedures - lasers, energy devices, and injectable neurotoxins and fillers. JAMA Dermatol 2015; 151(3): 271-277.


B. Matthias Lieb DGBT

Bela Lieb - Facharzt für Mund,- Kiefer,- und Gesichtschirurgie

Mitglied der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Botulinum- und Fillertherapie e.V.

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